DRITTE SZENE
Das Protrait
Da es keine Fotographie des hl. Gabriele gibt, übermittelt Padre Norberto einem Künstler eine Beschreibung seines Äußeren, damit so ein möglichst originalgetreues Portrait entstehen kann.
Padre Norberto
... Ich, Padre Norberto, habe dem Vater von Gabriele, Sante Possenti, viele Berichte über die fünf Jahre religiösen Lebens seines Sohnes geschrieben. Auch die Freunde haben Gabriele nicht vergessen: sein Schulfreund Paolo Bonaccia, der später Pfarrer wure, schrieb 1868 eine erste Biographie. Ebenso brachte Bernardo Solvestrelli, sein Gefährte im Noviziat, 1879 seine Erinnerungen zu Papier... und da es kein Foto von ihm gab, beschrieben wir einem Maler das Äußere von Gabriele möglichst genau, so dass ein Portrait mit möglichst großer Ähnlichkeit entstehen konnte.
VIERTE SZENE
Maria und die alten Frauen
Die Bäuerin Maria erzählt in einer Runde älterer Frauen einer Freundin, wie es zum Anlass der Exhumierung des hl. Gabriele dreißig Jahre nach seinem Tode zu sieben wundersamen Heilungen am selben Tag kam. Die Exhumierung hatte den Zweck, die sterblichen Überreste von Gabriele ins Heiligtum der Madonna vom Stern zu überführen.
Maria
... mit der Vereinigung von Italien und dem Gesetz vom 7. Juli 1866 wurde die Unterdrückung der religiösen Orden verfügt. Also mussten auch die Mönche aus Isola del Gran Sasso ihr Konvent, in dem San Gabriele begraben war, aufgeben. Das Konvent verfiel schnell zur Ruine. Nachdem für Gabriele der Prozess der Seligsprechung eingeleitet worden war, war die Exhumierung eines der ersten Anliegen. Man entschied, die Exhumierung und die Überführung im Geheimen durchzuführen, aber gegen dieses Vorhaben bildete sich Widerstand im Volk...
